Montag, 1. September 2008

zweiter Tag

Der erste Tag ist vorbei, ich bin müde. Eigentlich war es nicht so viel heute, vielleicht eher die Nachwirkungen der Nächte der letzten Woche.
Obwohl auf einmal 55 neue Namen von int. Studenten und 5 Mitarbeiter Namen, das fordert heraus :-)
Wir hatten heute eine algemeine Einführung in die Bir Zeit Uni, etwas über ihre Geschichte, ihre verschiedenen Fakultäten und ihre Studenten.
Außerdem gab es einige Kulturelle Infos und Infos zur Lage hier im Nahen Osten. Bei manchen Fragen habe ich überlegt, ob sich die Studenten überhaupt überlegt haben, wo sie hin gehen ... Da kam natürlich auch die Frage, ob es israelische Studenten hier gebe. Nein gibt es nicht. Aus drei Grüden, wie uns der PR Chef der Uni sagte:
1: We dont want them here, because we dont know, if they have made it difficult for us to go through a checkpoint and may make it for us, when they finished theire studies.
2: We dont have peace with Israel
3: We cant go to study in Israel, so whey should they
I couldnt keep my mouth shut, I needed to add, that it is forbidden for an Israely to enter the Westbank as a civilian. Sie müssen Strafe zahlen, wenn sie erwischt werden.
Wahrscheinlich ist so etwas wieder typisch für mich, auf der anderen Seite war die Bemerkung vielleicht ein Bestandteil meines Versuchs objektiv zu sein ... wer weiß.

Das beste war eigentlich, als wir bei der Vorstellungsrunde sagen sollten, warum wir hier sind. Ein Student aus Pakistan meinte, weil es am billigsten ist.

Dann gab es ein großes Mittagessen für uns. War ein bisschen merkwürdig, weil der Direktor des int. Studenten Programms meinte, dass normalerweise die Mitarbeiter auch mitessen, aber leider heute nicht, weil es der erste Tag von Ramadan ist.

Nach einer campus tour wurden Zimmer für diejenigen verteilt, die ihre Wohnangelegenheiten über die Uni geregelt haben. Zwei andere Mädals und ich wollten dann nicht warten, bis es 18 Uhr war, dann hätten wir noch ne Führung durch Bir Zeit (das Dorf in dem sich die Uni befindet) bekommen und sind auf eigene Faust los. Viel zu sehen gabs nicht, dass wuste ich schon, da ich das Dorf schon früher mal besucht habe. Interessant war nur, dass uns ein junger Palästinenser begleitet hat, er kommt aus Bir Zeit. Nach dem wir eine Zeit lang gelaufen sind und er fast jede zweite Person gegrüßt hat, der wir begegnet sind, habe ich gefragt, wie viele Familien in Bir Zeit wohnen. Er meinte dann drei Christliche und zwei Muslimische. Denkt jetzt nicht, dass es ein kleines Dorf ist. Dort wohnen bestimmt 10.000 Menschen, also große Familien ;-)

Als ich nach Hause kam, stand ein Kühlschrank in der Küche und Imad lag auf dem Sofa. Eigentlich wollte ich ihm am morgen den Schlüssel hinterlegen, hab ich vergessen, aber Nada unsere andere Mitbewohnerin, die noch nicht weiß wie lange sie bleiben will, hat ihm aufgemacht. Dachte nicht dass es so schnell geht, aber so ist es auch ganz net. Zu zweit essen ist doch schöner als alleine. Bin schon ein Mensch, der immer gerne Gesellschaft um sich hat.
Wir haben dann erstmal den Garten und unsere „Terasse“ aufgeräumt, die Cigaretten und den Müll der letzten Partys beseitigt, jetzt kann es wieder los gehen.

Spät genug, ich geh ins Bett!

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Grüß mir Bir Zeit und das PAS-Programm. Wie lange bleibst du dort?

Alles Gute aus Leipzig
Anselm

Annegret hat gesagt…

Danke! Is voll interessant Deine Einträge zu lesen. Schön, dass Du so kritisch beleuchtst.